Das Forschungsvorhaben
Porträtzeichnung Erich Kästner
Es ist nicht meines Amtes, stichhaltig darzulegen, wie und wo sich e.o.plauen in die Tradition der satirischen Schwarzweißkunst Europas einreiht, wann und wie er seinen eignen Weg eingeschlagen und ob und inwieweit er selber ‚Schule' gemacht hat. Darüber dürfte manches zu sagen sein. Doch das sollen und werden andere besser sagen, als ich es könnte. [...] So Erich Kästner, der Freund, 1957 in seinem Memorialtext: Erich Ohser aus Plauen.
Trotz des 1933 Autodafes, anscheinend nur geringfügiger Kriegsverluste, doch umfangreicher Streuung des in Leipzig und Plauen ausgelagerten Reich-Oeuvres, wie vielfach seit 1990
realisierten Verkäufen aus dem Nachlass, steht einer deskriptiven Übersicht und der wissenschaftlichen Beschreibung des Werkes nichts entgegen. Das Werk des Pressezeichners und Illustrators ist
reproduziert, kann in den in Frage kommenden Zeitungen, Zeitschriften und Buchausgaben recherchiert werden. Der biografisch-dokumentarische Nachlass dürfte nahezu vollständig in Plauen
vorliegen. Teile des Überkommenen befinden sich noch bei Familie Peter Ohser in den USA. Die Dokumente zum Schriftleiterverfahren 1934/1936 und zur Strafsache Ohser/Knauf 1944 liegen aus dem
Knauf-Nachlass vor. Gleiches gilt für die umfangreiche, nicht vollständig transkribierte Briefsammlung. Im Einvernehmen mit dem wissenschaftlichen Beirat der Erich Ohser-e.o.plauen
Stiftung plant der Kulturbetrieb der Stadt Plauen deshalb die historisch-kritische Ausgabe des Werkverzeichnises, wie die Monografie/Biografie des Zeichners. Wir folgen damit der Anregung
Erich Kästners.