Wissenschaftliche Forschung

"Es ist nicht meines Amtes, stichhaltig darzulegen, wie und wo sich e.o.plauen in die Tradition der satirischen Schwarzweißkunst Europas einreiht, wann und wie er seinen eignen Weg eingeschlagen und ob und inwieweit er selber ‚Schule' gemacht hat. Darüber dürfte manches zu sagen sein. Doch das sollen und werden andere besser sagen, als ich es könnte.", so Erich Kästner, Freund Ohsers, 1957 in seinem Memorialtext: Erich Ohser aus Plauen.

 

Ziel der Forschungsarbeit an der Erich Ohser-e.o.plauen Stiftung ist die kunsthistorische Erschliessung und Aufarbeitung des Nachlasses. Dabei geht es sowohl um die analytische Bearbeitung der einzelnen Blätter als auch um die Einordnung von Werk und Leben des Künstlers im europäischen Kontext. Ein Werkverzeichnis ist im Entstehen.

 

Für die thematischen Ausstellungen werden jeweils Einzelaspekte aufbereitet, hier fließen aktuelle Forschungsergebnisse unmittelbar in die Präsentation ein. Kommuniziert wird die wissenschaftliche Arbeit zudem in Form von Vorträgen und Publikationen.

 

Das Haus bietet die Möglichkeit zu wissenschaftlich betreuten Praktika und anderen studentischen Arbeiten. Die Kooperation mit akademischen Forschungsinstitutionen und verwandten Sammlungen wird auf- und ausgebaut.

Wissenschaftlerin im Porträt

Dr. Elke Schulze - Kunsthistorikerin

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Erich Ohser-e.o.plauen Stiftung seit Mai 2010

 

1998-2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin

 

Forschungsschwerpunkte: Geschichte, Theorie und Praxis von Zeichnung und Druckgrafik, Porträtgeschichte, Geschichte von Buchgestaltung und Illustration, Wissenschaftsgeschichte und fachwissenschaftliche Aspekte der Kunstgeschichte

 

Vorträge 2011

Vom Großen im Kleinen. Das Witzbild und die Kunstgeschichte. Wilhelm Busch, Lyonel Feininger und Erich Ohser (Plauen)

 

Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Zur Geschichte der Karikatur (Darmstadt)

 

Erich Ohser-e.o.plauen. Neue Perspektiven für die Aufarbeitung und Präsentation des Werkes am Ohser-Haus (Plauen)

 

Publikationen

„Ich werde Mode!“ Heinrich Wölfflin an der Berliner Universität, in:

In der Mitte Berlins. Zweihundert Jahre Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität, hg. v. Horst Bredekamp und Adam Labuda, humboldt-schriften zur kunst- und bildgeschichte, Bd. XII, Berlin 2010, S. 91-102

 

Die „rechte Hand des Naturforschers“? Naturwissenschaftliche Zeichner, in:

Klaus Hentschel (Hg.), „Unsichtbare Hände“. Zur Rolle von Laborassistenten, Mechanikern, Zeichnern und anderen Amanuenses in der physikalischen Forschungs- und Entwicklungsarbeit, Stuttgart 2008, S. 101-116

 

Kein Ort. Nirgends. - Fotografische Heimatbilder von Carsten Nüssler, in:

Ausstellungskatalog „Heimatbilder - Fotografien von Carsten Nüssler“, Dresden 2008, o.S.

 

„immer zuerst das Bild und dann das Wort“. Vom produktiven Paradox illustrativer Bilder, in: Illustrative 07. International Illustration Forum, hg. v. Pascal Johanssen, Berlin 2007, o.S.

 

Il disegno: strumento e linguaggio della visione scientifica, in:

annali del disegno 2007 / III, a cura di Amelia Valtolina, Fondazione Europea del Disegno, p. 165-200

 

Über den nützlichen Sinn eines scheinbaren Luxus. Vorgeschichte und Gestalt des Menzel-Daches (gemeinsam mit Ruth Tesmar), in:

Humboldts Zukunft. Das Projekt Reformuniversität, hg. v. Bernd Henningsen, Berlin 2007, S. 269-284

 

Prägnanz. Zu den naturwissenschaftlichen Zeichnungen Friedrich Veiths, in:

Von der Forschung gezeichnet. Instrumente und Apparaturen in Heidelberger Laboratorien skizziert von Friedrich Veith (1817-1907), hg. v. Christine Nawa und Christoph Meinel, Regensburg 2007, S. 19-24

 

Zeichnung und Fotografie - Statusfragen. Universitäres Zeichnen und naturwissenschaftliche Bildfindung, in:

Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 28 (2005), S. 151-159

 

Nulla Dies Sine Linea. Universitärer Zeichenunterricht - eine problemgeschichtliche Studie (Pallas Athene, Bd. 12), Stuttgart 2004 (zugleich Dissertation Berlin 2003)

 

Cerberus im Pantheon der „Ponte-Molle-Ritter“. Ein verstecktes Bild-Zitat im Titelblatt des Porträt-Albums romdeutscher Künstler 1834, in:

Kolloquium zur Skulptur des Klassizismus, hg. v. Bernhard Maaz und Birgit Kümmel, Christian-Daniel-Rauch-Museum Bad Arolsen 2004, S. 141-148

 

L´esprit du mur. Zu den MauerBildern des deutsch-französischen Künstlerduos

Geza &Cherif, Leipzig 2004 (Katalogbeitrag Stadtmuseum) und: www.geza-cherif.com/essais.html

 

„Einführung in die Kunst des Zeichnens zum Zweck bewußten Sehens“. Das Lektorat Akademisches Zeichnen an der Friedrich-Wilhelms-Universität,

in: Jahrbuch für Universitätsgeschichte, Bd. 5 (2002), S. 51-68

 

Koloratur und Kolorit - Klang-, Farb- und Spielraum. Betrachtungen zur Freilichtaufführung der Oper „Orphée et Eurydice“ von Ch. W. Gluck (Berlioz-Fassung) im Innenhof der Humboldt-Universität (gemeinsam mit Ruth Tesmar),

in: humboldt-spektrum, Heft 3 (1999), S. 44-49

 

Das vergessene Memento. Ein Porträt-Album deutscher Künstler in Rom 1832-1836, in: Jahrbuch der Berliner Museen 1999 (N.F. Bd. 41), S. 213-244